Naturschutzgebiet und Museum

Nach der Winterpause erwacht die Vogelkoje zu neuem Leben und startet zudem in sein Jubiläumsjahr. Das kleine Waldstück im Norden von Kampen ist der älteste Wald der Insel. Er wurde 1767 als Kojenwald für den Entenfang mit einem Süßwasserteich direkt am Rande des salzigen Wattenmeers angelegt. Über 150 Jahre lang waren die Vogelkojen ein wichtiger Teil für die Nahrungsbeschaffung auf der Insel. Bis zu 8500 Enten wurden jährlich gefangen. Mit dem zunehmenden Tourismus wurde das Gebiet zu unruhig für den Entenfang, sodass die Vogelkojen im Jahr 1921 aufgegeben wurden.

Seit 1935 gilt das Gebiet rund um die Vogelkoje Kampen als Naturschutzgebiet. 1985 übernahm der Heimatverein Söl’ring Foriining die Betreuung und  setzte das Gelände aufwändig instand. Heute können Besucher eine originalgetreue Fangpfeife entdecken und den mühsamen Alltag der damaligen Kojenwärter nachempfinden.

Eine interaktive Ausstellung und ein Outdoor-Parcours machen den Besuch der Vogelkoje zu einem interessanten Erlebnis für Jung und Alt. An den Wanderwegen auf dem Gelände gibt es viel zu entdecken. Zahlreiche Infotafeln am Wegesrand machen auf Highlights aus Natur und Kultur aufmerksam.

Geöffnet ist die Vogelkoje Kampen aktuell täglich von 11 bis 16 Uhr. Von Mai bis September gelten folgende Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.