Stellungnahme zur Situation Marschbahn

Hoffnung auf Besserung

Sei Monaten sorgt die Situation auf der Marschbahn-Strecke für Unmut bei den Bahnreisenden. Die Gemeinde Sylt, der Verein Sylter Unternehmer und die Sylt Marketing Gesellschaft haben jetzt ein gemeinsames Statement veröffentlicht, in dem sie deutliche Forderungen stellen. Darin heißt es:

»Über das Pfingstwochenende herrschten erneut Zustände auf der Marschbahn, die nicht hinnehmbar sind. Wir drücken daher unser Unverständnis und unseren Unmut darüber aus, dass trotz zahlreicher Gesprächsrunden in den vergangenen Monaten die Krisensituation auf der Marschbahn nicht annähernd entschärft werden konnte. Maßgeblichen Anteil an den Missständen haben dabei auch die ›Kontaktschwierigkeiten‹ zwischen den Autozugbetreibern gezeigt.«

Weiterhin wird in dem Schreiben kritisiert, dass der noch amtierende Minister einer wichtigen Sitzung am Dienstag in Niebüll fernbleibt und noch nicht einmal durch einen Staatssekretär vertreten wird. »Die Begründung, es sei vor dem Hintergrund der Koalitionsbildung unangemessen, jetzt noch bindende politische Entscheidungen zu treffen, können wir vor dem Hintergrund der besonderen Dringlichkeit nicht akzeptieren. Denn gerade diese Entscheidungen sind es, die unsere Pendler und Touristen erwarten dürfen. Das Fernbleiben überrascht auch insofern, da sich Herr Minister Meyer im Rahmen seiner Vorsitzfunktion im Deutschen Tourismusverband unter anderem mit zeitgemäßen Mobilitätsanforderungen befasst […] Die (geschäftsführende) Landesregierung ist und bleibt hier klar gefordert! Gleichermaßen appellieren wir gegenüber der zukünftigen Landesregierung und den Verantwortlichen, unverzüglich in diese prekären und unhaltbaren Geschehnisse einzusteigen und kurzfristig und nachhaltig Abhilfe mit ganzer Kraft zu schaffen.«

In der Kritik steht auch die DB Regio AG, deren Informationspolitik bezüglich des Ersatzkonzeptes in den Augen der Verfasser mangelhaft ist und der außerdem vorgeworfen wird sich nicht genug um die Entschärfung der aktuellen Situation zu bemühen.

»Die Situation wird – auch im Hinblick auf die anstehende Hauptsaison – immer prekärer. Wir appellieren daher noch einmal mit allem Nachdruck an die Landesregierung, aber auch an alle anderen Beteiligten, den Bahnverkehrsbetrieb auf der Marschbahn zu stabilisieren und vor allem die Kapazitäten mit Blick auf die anstehende Hochsaison zu erhöhen!«

Am Dienstag fand auf Einladung der NAH.SH ein Treffen zur aktuellen Situation  der Marschbahn statt. Vor Redaktionsschluss waren allerding noch keine näheren Details zum Gesprächsverlauf bekannt.