SVG fährt weiter

Landschaftszweckverband sichert hochwertigen ÖPNV auf Sylt

Der Landschaftszweckverband (LZV) hat am 16. August in öffentlicher Sitzung den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf Sylt für die nächsten zehn Jahre gesichert. Damit dieser Beschluss umgesetzt werden kann, müssten die Gemeindevertretungen der Insel Sylt der vorliegenden Vorgehensweise zustimmen. Nach dem beschlossenen Konzept bleibt das aktuelle Verkehrsangebot in hoher Qualität erhalten und wird schrittweise weiterentwickelt. Für das Angebot müssen die Gemeinden auf Sylt kein Geld aus den Haushalten zuschießen, weil sich die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) bereit erklärt hat, das Angebot für weitere zehn Jahre ohne jeglichen Zuschuss zu erbringen. Darüber hinaus konnte die Verwaltung in Gesprächen mit der SVG erreichen, dass diese sich zu zahlreichen Verbesserungen des ÖPNV bereit erklärt. Beispielhaft seien genannt: Die vom Schulträger bestellten Schülerfahrkarten können zukünftig kostenfrei auf der gesamten Insel genutzt werden. Die SVG bietet ein Job- und Urlauberticket auch für kleinere Beherbergungsbetriebe an. Die Emissionen der Dieselbusse werden reduziert, indem die Flotte bis 2024 mindestens zur Hälfte Euro VI-Norm entspricht. Zudem wird der Anteil völlig emissionsfreier Busse schrittweise erhöht (Elektrobusse oder andere innovative Antriebstechniken).

Um die Absprachen verbindlich zu regeln, wird der LZV mit der SVG einen Vertrag abschließen. Die SVG gibt dann gegenüber dem Kreis eine sogenannte verbindliche Zusicherung ab, alle im Vertrag geregelten Inhalte während der zehnjährigen Laufzeit einzuhalten. Der LZV kann zukünftig die Einhaltung der Vereinbarung überwachen. Änderungen des Angebots muss die SVG im Vorfeld mit dem LZV abstimmen. Der Kreis überweist dem LZV zukünftig jährlich die bisher direkt an die SVG geleisteten Mittel. Diese stehen dem Kreis für die Verbesserung der ÖPNV-Infrastruktur zur Verfügung.

Das Konzept hat für die Insel zahlreiche Vorteile:

»Wir erhalten in den nächsten zehn Jahren einen hochattraktiven ÖPNV, ohne hierfür aus den kommunalen Haushalten einen einzigen Cent Zuschuss leisten zu müssen«, sagt LZV-Verbandsvorsteher Manfred Uekermann. »Um eine solche Lösung dürften uns viele Gemeinden in Deutschland beneiden.«