Galerie Rudolf

Otto Dix: »Ich habe gemalt, was ich gesehen habe«

Kampen. Die Galerie Rudolf im Haus Kampeneck, Hauptstraße 8, in Kampen präsentiert nunmehr in ihrer 14. Saison ausgesuchte Originalwerke der bekannten Künstler der Klassischen Moderne und des Deutschen Expressionismus, wie z. B. Otto Dix, Erich Heckel, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner oder Karl Hofer, um nur einige zu nennen. Als Klassiker schlechthin sind auch eine Vielzahl von Arbeiten von Pablo Picasso, Georges Braque und Marc Chagall vertreten.

Das hier abgebildete farbenprächtige und großformatige Gemälde stammt von dem international hochdotierten Künstler Otto Dix (1891-1969), der zu den bedeutenden Vertretern des Verismus der 1920er Jahre gezählt wird. Unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, schuf Dix Bilder und Grafiken, in denen er Krieg, politische und soziale Missstände durch schonungslosen, das Abstoßende hervorhebenden Detailrealismus anprangerte. 1927 wurde Dix Professor an der Akademie in Dresden und 1933 entlassen und mit einem Ausstellungsverbot belegt. Seit 1936 lebte Dix zurückgezogen in Hemmenhofen am Bodensee. Der altmeisterlichen, peinlich genauen Lasurtechnik bediente er sich ebenso wie expressionistischer Gestaltungsmittel. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich einer pastosen Al-prima-Malerei zu, die sich in einer persönlichen Pinselschrift manifestiert. Dabei entstanden Landschaften, Arbeiten zu religiösen Themen und Porträts in einer wesentlich gemilderten Auffassung.
Die Galerie Rudolf ist montags bis sonnabends von 11-18 Uhr durchgehend geöffnet.