Künstlerin Dorothee Knell auf der ANTIKA

Farbe und Fühlen

List. Auf der ANTIKA in der Neuen Bootshalle am Lister Hafen gibt es nicht nur faszinierenden Schmuck und tolle Antiquitäten, sondern auch Kunst zu entdecken. Eine der ausgestellten Künstlerinnen ist Dorothee Knell, die sich vor allem durch die Vielfalt ihrer ästhetischen Gestaltungsmöglichkeiten auszeichnet. Natürlich liegt hinter dieser sich so vielgestaltig präsentierenden Oberfläche immer der eine, universale Wille zum künstlerischen Ausdruck. Sie schafft ein Œuvre, das einen breiten Zugang zu den Dingen hat, in dem auch sehr unterschiedliche Gestaltungstechniken zum Tragen kommen.

Eines der wichtigsten Elemente ist, dass Umrisslinie und Farbfeldgestaltung nicht deckungsgleich sind. Die Kontur ist keine Grenze von Farbe, sondern ein gleichsam autonom figurierendes, sinnlich aufgeladenes Bildelement. Die Farbflächen tendieren weg von der Lokalfarbigkeit hin zu einer Hell-Dunkel-Malerei mit lyrischen und dramatischen Übergängen. Bisweilen sprechen Dorothee Knells Bilder eine autonome, abstrakte Sprache und meinen nur sich selbst. Das ist kein Selbstgespräch, sondern ein Dialog averbaler Natur. Bildkommunikation verlässt das Reich der Semantik und erkundet die Welt von Stimmungen und Gefühlen, der reine ästhetische Klang regiert, die Anmutung setzt sich die Krone auf.

Die ANTIKA ist bis zum 17. September täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Werke von Dorothee Knell sind außerdem bis zum 22. September in der Nordsee-Apotheke in Westerland zu sehen.

Text: Dr. Gerhard Charles Rump

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