Windsurf World Cup Sylt

210.000 Zuschauer sahen
Weltmeisterschaft-Finale

Westerland. Der Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt ist am Sonntag mit der großen Siegerehrung am Brandenburger Strand zu Ende gegangen. Hinter Zuschauern und Aktiven liegen neun aufregende und spektakuläre Wettkampftage, denn so gute Bedingungen gab es beim größten Windsurf-Event der Welt seit Jahren nicht mehr.
Bis zu neun Windstärken und vier Meter hohe Wellen waren die idealen Begleiter für Waverider und Freestyler, die mit hohen Sprüngen, blitzschnellen Rotationen, verrückten Manövern und faszinierenden Wellenritten ein unglaubliches Spektakel am Brandenburger Strand boten. Im Slalom und der Trendsportart Foil sahen die Fans spannende Rennen auf der Nordsee, so dass beim einzigen Super Grand Slam der PWA World Tour in allen vier Disziplinen die Siegertrophäen übergeben werden konnten.

Absoluter Höhepunkt des Wassersport-Spektakels war der Auftritt von Philip Köster. Der 23-Jährige war als dreimaliger Waveriding-Weltmeister nach Sylt gereist und verließ Deutschlands nördlichste Insel mit dem vierten WM-Titel im Gepäck. Im entscheidenden Heat um Platz drei, der zum erneuten Titelgewinn reichte, zeigte der Weltranglistenerste Windsurfen von einem anderen Stern.
Mit einem Top-Ergebnis von weit über 30 Punkten ließ er dem Spanier Alex Mussolini, der im vergangenen Jahr das Wellenreiten am Brandenburger Strand gewonnen hatte, keine Chance und kam unter dem Jubel der Fans als neuer Weltmeister aus der Nordsee an den Brandenburger Strand. Damit krönte Köster sein unglaubliches Comeback, das nach einer schweren zehnmonatigen Verletzung im Juli mit einem Sieg auf Gran Canaria begann und beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt sein Happy End fand.
»Ich bin unglaublich glücklich, beim größten Windsurf-Event der Welt meinen vierten WM-Titel gewonnen zu haben. Im entscheidenden Heat gegen Alex Mussolini hat alles geklappt, was ich mir vorgenommen habe. Nach meiner schweren Verletzung erneut Champion geworden zu sein, ist einfach unglaublich«, freute sich ein überwältigter Philip Köster.
Sieger der Waveriding-Konkurrenz wurde der entthronte Weltmeister Victor Fernandez Lopez aus Spanien, der zum dritten Mal in Westerland ganz oben auf dem Treppchen stand. Bei den Damen war die Spanierin Iballa Moreno nicht zu schlagen und wurde mit dem Sieg auf Sylt zum vierten Mal hintereinander Weltmeisterin im Waveriding.
Jose »Gollito« Estredo dominierte die Konkurrenz beim Freestyle der Herren nach Belieben. Der Venezolaner war mit seinem unglaublichen Repertoire an radikalen Moves und spektakulären Sprüngen eine Klasse für sich und siegte im Finale gegen den Niederländer Amado Vrieswijk. Mit diesem Erfolg feierte Jose »Gollito« Estredo gleichzeitig seinen achten WM-Titel.
Im Slalom wuchs Vincent Langer über sich hinaus. Der Deutsche Meister brillierte mit exzellenten Starts, taktischer Raffinesse und Top-Speed. Der Lohn war ein sensationeller zweiter Rang des Kielers.
Der Flensburger Gunnar Asmussen als Zwölfter und Malte Reuscher von der Insel Elba auf Platz 13 komplettierten den starken Auftritt des deutschen Slalom-Teams. Den Sieg holte sich mit Marco Lang zum ersten Mal ein Österreicher auf Sylt, Dritter wurde der Brite Ross Williams.
Die Show-Disziplin Foil, mit der die Wettkämpfe beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt eröffnet wurden, gewann der Franzose Julien Quentel vor Sebastian Kornum aus Dänemark und dem Niederländer Jordy Vonk. Bester Deutscher war Sebastian Kördel aus Radolfzell auf Platz zwölf.
Trotz Sturmtief Xavier besuchten 210.000 Zuschauer den Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt, der nicht nur die fantastischen Wettkämpfe der besten Windsurfer der Welt präsentierte. Ein buntes Rahmenprogramm unterhielt die Besucher tagsüber auf der Westerländer Kurpromenade, eine abwechslungsreiche Erlebnisgastronomie sorgte für das leibliches Wohl. Jeden Abend wurde ab 18 Uhr Beachparty im großen Veranstaltungszelt gefeiert, die bis in die Morgenstunden auf Deutschlands nördlichster Insel fortgesetzt wurde.