Flughafen Sylt: Zukunft gesichert!

Gute Aussichten trotz Air-Berlin-Insolvenz

Westerland. Es ist still geworden am Himmel über Sylt und auf dem Tinnumer Flugfeld. Seit einiger Zeit sind keine Linienflugzeuge über Sylt mehr zu sehen und zu hören. Noch vor wenigen Wochen hat Air Berlin eine tägliche Verbindung nach Düsseldorf angeboten. Doch mit der Insolvenz der Fluggesellschaft wurde der Betrieb an der Nordsee eingestellt.

Auch steht der Sommerflugplan noch nicht, der normalerweise bereits um diese Zeit teilweise buchbar ist. Trotz des wirtschaftlich schwierigen bevorstehenden Jahres im Hinblick auf die Verbindungen und den Tourismus, ist die Zukunft des Flughafens Sylt nicht in Gefahr. Der Flughafen Sylt hat laut Flughafen-Geschäftsführer Peter Douven für 2018 eine Finanzierungssicherheit, vorausgesetzt, dass Aufsichtsrat und Gesellschafter dem auch folgen.
Der schnellste und wahrscheinlich auch schönste Weg zu Deutschlands prominentester Insel führt über den Flughafen Sylt – ein Mischbetrieb aus Linienflügen, Privat- und Geschäftsflugzeugen. Fliegen hat auf Sylt Tradition. Bereits 1919 wurde als zweite Linienflugverbindung in Deutschland die Strecke Berlin – Hamburg – Sylt angeboten. Damit gehört der Sylter Flughafen zu den Flughäfen mit einer der längsten Linienflug-Traditionen in Deutschland. Das soll auch nach der Pleite von Air Berlin so weitergehen. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter sind positiv gestimmt.
»Ich habe im Sommer signalisiert, der Flughafen wird jetzt zwei Konsolidierungsjahre brauchen, bis sich die Fluggesellschaften neu erkennbar auch strategisch aufgestellt haben. Wie die Lufthansa zukünftig mit Regionalflughäfen überhaupt umgeht, muss man sehen«, erklärte der Flughafen-Chef Peter Douven. Zudem steht noch nicht komplett fest, wie die Ausfälle der Air- Berlin-Insolvenz kompensiert werden. Feststeht, dass Eurowings bereits am 22. Dezember und nicht wie geplant im Januar aus Nordrhein-Westfalen fliegen wird. Die Fluggsellschaft schickt die erste DASH 8 Q400 mit 78 Sitzplätzen im Direktflug auf das Sylter Rollfeld. Auch weitere Gespräche zu dem Sommerflugplan werden geführt. Die Lufthansa hat einen Großteil der Air-Berlin Flugzeuge gekauft, doch es ist ein langer Prozess, bevor die Flugzeuge einsatzfähig sind. »Die Prognose 2018 ist touris-
tisch genauso wie auf der Flughafenseite im Moment noch zurückhaltend. Ich glaube schon, dass wir 2018, so wie schon in 2017, ein gutes Jahr haben werden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind super in Deutschland, dadurch ist die Bereitschaft zum privaten Konsum hoch und davon lebt der Tourismus. Solange das der Fall ist, gibt es Nachfrage nach An- und Abreise«, so Peter Douven. »Da sich die Bahn schwer tut, aufzurüsten und zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, geht der Blick umso mehr auf das Ticket für die Fliegerei.
Das spielt uns in die Hände bei den Verhandlungen mit den Airlines.« Die Verhandlungen laufen, damit der Sommerflugplan bald veröffentlicht werden kann und buchbar ist. Viele Gäste nutzen das Fliegen, um ihren Urlaub auf der Insel zu verbringen. Doch trotz der Schwierigkeiten aufgrund der insolventen Ai Berlin zieht Flughafen-Chef Peter Douven eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2017 im Hinblick auf Starts und Landungen sowie Passagierzahlen. »Ich vermute, dass wir am Ende des Jahres, nach der Flugbewegung um Weihnachten, bei um und bei 160.000 Passagieren liegen.« Bei den Linienbewegungen liegt die Zahl zwischen 950 und 1000 Bewegungen regelmäßig Jahr für Jahr. Der Geschäftsführer sieht die Zukunft des Flughafens für die nächsten zwei Jahre gesichert. Schnell, modern, leistungsstark.
Der Flughafen Sylt bietet modernste, technische Anlagen und eine freundliche und familiäre Atmosphäre.