Georg’s Galerie

»Der Sylter Weihnachtsbaum«

Keitum. Wer die vorweihnachtliche Zeit auf Sylt verbringt, sollte unbedingt einen Abstecher nach Keitum in Georg’s Galerie machen. Hier im Herzen der Insel befindet sich das Kunstparadies von Ernst-Georg Meierhenrich und seiner Frau. Beim Betreten der Räumlichkeiten im Siidik 6 in Keitum wird man sympathisch begrüßt und sofort in ein interessantes Gespräch über Gott und die Welt eingebunden.

Das Erlebnis wird durch Georgs Bäume, die überall zu finden sind, besonders. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, ob 20 Zentimeter klein oder mehrere Meter groß. An seiner Werkbank innen oder draußen unter freiem Himmel entsteht die besondere Geschenkidee – und »es dauert so lange, bis ein Baum fertig ist«, so der Künstler. Seiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, er arbeitet immer an mehreren Objekten gleichzeitig. Der »Sylter Baum« ist überall bekannt und zieht immer mehr Kunstliebhaber nach Sylt. Der Name »Sylter Baum« ist seit April 2017 eine beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragene Marke.
Kunst liegt im Auge des Betrachters, so werden seine »Sylter Bäume« zu künstlerischen Weihnachtsbäumen, die immer mit eingearbeitetem Schmuckstück, das bei seinem ursprünglichen Besitzer ausgedient hat, verziert werden. Es gibt einige Menschen in unserem Land, die mit der Tradition des Weihnachtsbaums inzwischen Schwierigkeiten haben, weil sie nicht die Augen davor verschließen können, wie Weihnachtsbäume produziert werden. Den etwas anderen Weihnachtsbaum hat Georg in seinem Sortiment. Anders im Sinne von außergewöhnlich, fantasievoll und einzigartig. Georgs Bäume erzählen von einem Lebensmoment oder aber von einer großen geschichtlichen Wandlung. Als Symbolist beschenkt er die Gesellschaft mit dem, was sie einst der Natur entnommen hat, seine Botschaft ist friedlich und leise, für immer verschmolzen in einem Werk voll großartiger Ästhetik. Doch ein haben sie alle gemeinsam – den Baustoff.
Seit Jahrzehnten verarbeitet er Metallschrott in seinen Skulpturen. Er formt Abfall unterschiedlichster Herkunft visuell neu, um ihn in Gestalt von Bäumen ins Ästhetische zu erheben. Der Baum ist Lieblingsobjekt des Galeristen, geschaffen von ihm aus Metall, haltbar für ein Menschenleben und weit darüber hinaus – als Symbol für die Unvergänglichkeit der Natur.