Protestaktion der Pendler

Ersatzkonzept auf der Marschbahnstrecke

Nach fast einem Jahr Ersatzkonzept haben die Sylter Pendler endgültig genug von den unzumutbaren Zuständen auf der Marschbahnstrecke zwischen Hamburg und Westerland.
Mit einer Protestaktion am vergangenen Mittwochmorgen am Bahnhof in Klanxbüll setzten über 600 Menschen ein Zeichen. Die Pendler-Initiative, unterstützt von dem Verein Sylter Unternehmer, organisierte das Zusammentreffen am frühen Morgen, um den Bahnverkehr zwischen Klanxbüll und Westerland lahmzulegen. Die Sylter Unternehmen wurden vorher in Kentnnis gesetzt und unterstützten diese Demonstration. »Wir haben Verständnis für den aufgestauten Frust unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den zurückliegenden Monaten viel hinnehmen mussten und sich, wie wir auch, von den Verantwortlichen allein gelassen fühlen«, sagt Karl Max Hellner, 1. Vorsitzender des Vereins Sylter Unternehmer.

Der Zug um 7.12 Uhr wurde kurz nach der Einfahrt in den Bahnhof blockiert. Die Pendler hatten sich in die Zugtüren gestellt, sodass diese nicht schließen konnten und eine Weiterfahrt ausgeschlossen war. Auch ein zweiter Zug auf dem gegenüberliegenden Gleis wurde besetzt und an der Fahrt über den Hindenburgdamm gehindert. Somit wurde der Bahnverkehr für mehrere Stunden lahmgelegt. »Seit Monaten passiert jeden Tag etwas und wir kommen zu spät auf die Insel. Das Privatleben und die Familie leiden sehr unter diesen Zuständen«, so ein Pendler. Mit der Aktion will die Pendler-Initiative weiter öffentlichen Druck auf die Verantwortlichen aufbauen und ein Zeichen setzen – unter Beachtung des legalen, rechtlichen Rahmens. Die Protestaktion verlief friedlich. Die Aktion dauerte rund drei Stunden bevor es um 10:15 Uhr nach Sylt ging.