Presseerklärung der CDU Sylt

Einführung des G9-Gymnasiums

Westerland. Die Sylter Christdemokraten sprechen sich nachhaltig für die Einführung des G9-Gymnasiums aus. Anlässlich der Podiumsdiskussion zur Landtagswahl im Schulzentrum im September 2016 führte CDU-Vorstandsmitglied Frank Zahel aus, dass sich G8 nicht bewährt und zum Nachteil der Schülerinnen und Schüler ausgewirkt hat. Demzufolge wurde nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in anderen Bundesländern die Rückführung zu G9 bereits durchgeführt. Aufgrund der speziellen Situation auf Sylt durch den Besuch der Gemeinschaftsschule und dem Übergang zum Gymnasium nach der zehnten Klasse sei eine neunjährige Schulzeit auf den fortführenden Schulen gegeben. Diese Argumentation wird seitens der CDU positiv gewertet.

Laut Carsten Kerkamm ändert das jedoch nichts an den erheblichen Nachteilen für die Schülerinnen und Schüler, die bereits ab der fünften Klasse das Sylter Gymnasium besuchen und lediglich eine achtjährige Schulzeit bis zur zwölften Klasse nach G8 mit den damit verbundenen erheblichen Einschränkungen der Freizeit unter anderem für außerschulische und soziale Aktivitäten hinnehmen müssen. Nach Ansicht der CDU ist dies für Kinder und Eltern gleichermaßen sehr belastend. Auch auf Föhr gibt es eine ähnliche Schulkonstellation wie auf Sylt mit Gemeinschaftsschule und Gymnasium, und dort wird G9 eingeführt. So ist die Landesregierung, bestehend aus CDU, FDP und Grüne dem Willen der Elternschaft gefolgt und ist zum Wohl der Schülerinnen, Schüler und Eltern vom G8 abgekehrt und führt ab dem Schuljahr 2018 wieder G9 ein. Jedoch nur, wenn die jeweilige Schulkonferenz mit einer Mehrheit von dreiviertel ihrer Mitglieder ein Veto einlegt. Die CDU fordert, die betroffenen Grundschulen in die Diskussion und in den Abstimmungsprozess mit einzubeziehen.
Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, führt am 10. Januar um 19 Uhr auf Wunsch der CDU Sylt eine öffentliche Veranstaltung in Westerland im Congress Centrum Sylt im Raum »Frisia« in der Friedrichstraße 44 in Westerland durch. Hierzu sind sämtliche Beteiligte und Interessierte herzlichst eingeladen.