Charmanter Start in die Kunstsaison

Am Ostersonntag versammelten sich Kunstliebhaber und Freunde der Familie Herold in der Galerie Herold in Kampen. Die Eröffnung der Saison mit traditionellem Champagner-Empfang in der Galerie Herold ist gelungen – denn sie waren alle zahlreich erschienen und konnten die Neuerwerbungen bestaunen. Im »Haus Meeresruh« wurde man von Galerist Rainer Herold und seiner Frau Karin herzlich begrüßt.
Besondere ausgewählte Werke von Eduard Bargheer, Ivo Hauptmann, Emil Nolde, Erich Heckel, Rainer Fetting, Dieter Glasmacher und anderen wurden präsentiert und sorgten für viel Gesprächsstoff unter den Kunstfreunden. In entspannter, familiärer Atmosphäre ließen die Besucher die Kunstwerke auf sich wirken. Bei einem Glas Champagner und leckeren kleinen kulinarischen Genüssen verging die Zeit mit Gesprächen über Kunst, die Insel Sylt und viele andere Themen wie im Flug. Vor allem dreht sich die aktuelle Ausstellung um den expressionistischen Maler Emil Nolde. Doch auch die anderen Künstler überzeugen mit ihren Arbeiten. Alle Werke an der Wand haben jeweils eine andere Wirkung auf den Betrachter. Ein Gemälde, welches sofort ins Auge springt, heißt »Bergsee« von Erich Heckel. Das Aquarell wurde 1936 von dem Expressionisten gemalt. Erich Heckel wurde 1883 als Sohn eines Eisenbahnbau-Ingenieurs in Döbeln (Sachsen) geboren. Zusammen mit Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl absolvierte er ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Dresden. 1905 gründen die vier Studenten die Künstlergruppe »Brücke«.
In der »Contemporary Show« nebenan empfing Patrick Herold die Besucher zum Saisonstart seiner Ausstellung zeitgenössischer Künstler. Zu entdecken gab es viele erstklassige Neuerwerbungen, die die Familie Herold in den vergangenen Monaten zusammengetragen hat, darunter beispielsweise Werke des Malers Dieter Glasmacher. Der Maler und Bildhauer hat in vielen Schaffensjahren eine lebendige, originelle Bildwelt entwickelt und wird von der Klassischen Moderne und zeitgenössischer Kunst wie Art-Brut und Pop-Art beeinflusst. Seine Reisen haben Dieter Glasmacher und seine Malerei schon immer stark beeinflusst. So machte der studierte Maler mehrmonatige Studienreisen nach Westafrika, Ägypten, Peru oder aber auch eine Segeltour in die Arktis und nach Spitzbergen. Vor allem die Reisen durch Afrika, wo er in den Siebzigern mit einem LKW durchs Land fuhr, haben ihre Spuren hinterlassen. Imponiert haben Glasmacher die scheinbare Einfachheit, die Ausdrucksstärke und die Übertreibung der afrikanischen Kunst.