Kontraste zwischen Kunst und Antiquitäten

Wenn die Tage länger werden, die Temperaturen langsam ansteigen und sich die ersten Frühlingsboten auf Sylt zeigen, dann erwachen die Galerien auf der Insel zu neuem Leben. Die Saison-Eröffnung in der Galerie Herold in Keitum stand ganz im Zeichen zahlreicher besonderer Kunstwerke und Antiquitäten. Katharina Marie Herold begrüßte zusammen mit ihren Eltern Karin und Rainer Herold zahlreiche Kunstfreunde, -kenner und -sammler, die den Champagner-Empfang schätzen, ein »Muss« für die Enthusiasten.
Die von ihr kuratierte Ausstellung zeigt einen Mix aus Klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst, ergänzt durch ausgewählte Antiquitäten. Mit dem Start in die neue Saison kann man sich auch auf ausgedehnte Strandspaziergänge freuen. Kilometer- lange Märsche durch den samtigen Sylter Sand und dazu das sanfte Rauschen der Nordsee zu hören: Schon zahlreiche Künstler wussten um die Magie der Insel und übertrugen diese besondere Beziehung auf Leinwände und Papier. So auch Friedrich Schaper, der 1927 seine Interpretation eines Strandspaziergangs auf Sylt festhielt. Er wurde 1869 in Braunschweig geboren und studierte ab 1886 an der Kunstgewerbeschule in Berlin. Der Maler und Grafiker zählt zu den bedeutendsten Hamburger Malern der Lichtwark-Zeit. Als große Ehre empfand er die Aufnahme als Mitglied der 1898 gegründeten »Berliner Sezession« im Jahr 1901. Studienreisen führten ihn nach Paris, London und in die Schweiz. Doch malen wollte Schaper eigentlich nur auf Sylt, das er während seines Kriegsdienstes schätzen gelernt hatte. Hier entstanden zahlreiche seiner Werke. Eine voranschreitende Sehschwäche zwang ihn die Malerei aufzugeben.
Katharina Marie Herold startete mit ihrem Galeriekonzept in die mittlerweile fünfte Saison auf Sylt. Zu sehen ist ihre
Ausstellung in der Galerie Herold in der Bahnhofstraße 4 in Keitum von Montag bis Sonnabend von 11-18 Uhr und Sonntag von 12-18 Uhr.