Ausgewählte Meisterwerke

Hermann Hesse: Der Schriftsteller als Zeichner und Maler

Hermann Hesses Bücher sind weltweit bekannt. Seine gemalten Werke dagegen sind für viele noch Neuland in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Der von 1904 bis 1914 höchst erfolgreiche Schriftsteller verstummte unter dem persönlichen Leidensdruck der schmerzlichen Ereignisse des Ersten Weltkriegs – und erlebte 1916/17 nach einer Psychotherapie eine wundersame »Wiedergeburt« als Zeichner und Maler. Sein Arzt Dr. J. B. Lang regte ihn zur bildnerischen Darstellung seiner Träume an.

Mit großer Intensität widmete sich der Dichter nun der Malerei. Von seinen autodidaktischen Anfängen an, die zur Überwindung einer Lebenskrise beitrugen, hat er in etwa 3000 Aquarellen ein bedeutendes malerisches Werk geschaffen, das in leuchtenden Farben die Schönheiten des Tessins vermittelt. Hesse malt erste Bilder in Bern und in der Umgebung von Locarno im Tessin. Die in der Galerie Rudolf präsentierten Exponate von Hermann Hesse zeigen seine typischen Arbeiten: »Im Tessin«, Aquarelle mit maschinegeschriebenem Brief an den Verleger Dr. Stämpfli, 1923, signiert. In der Galerie im Westerhörn 6 in Keitum findet man darüber hinaus auch eine große Sammlung von Künstlern der Klassischen Moderne. Die Galerie steht nicht nur für hohe Qualität und herausragende Beratung, sondern besitzt auch einen exzellenten Ruf unter Kunstkennern. Nicht zuletzt deshalb gilt sie längst als ein Geheimtipp unter Kennern.