Galerie Rudolf den Kenner des Berliner Milieus

Der große Heinrich Zille fasziniert bis heute

Zille kennt so gut wie jeder – Kunstexperte hin oder her. Woran liegt das? Nach seinem Tod (1929) wurde er zum Berliner Original: Heinrich Zille, der bissige und liebevolle Betrachter der Berliner Hinterhöfe, der Erforscher des Milieus, der armen Leute, ihrer Sorgen und Nöte.

Zilles Beliebtheit – wahrscheinlich ist sie deshalb über die Jahrzehnte nicht verloren gegangen, weil er eben nicht nur bissig malte und kommentierte, sondern stets auch das Liebevolle aus seinen Studien und Arbeiten herausschimmerte. Ein Künstler, der stets Gespräche mit den Menschen aus den Berliner Hinterhöfen führte, der sie wie kein zweiter Künstler damals kannte. Auch der feine Humor, der aus den Zeichnungen und Kommentaren spricht, fasziniert die Betrachter deshalb bis heute. Eine Auswahl der schönsten Arbeiten Heinrich Zilles wird in der Galerie Rudolf im Westerhörn 6 in Keitum gezeigt. Eine Galerie, in der darüber hinaus auch eine große Sammlung von Künstlern der Klassischen Moderne – von Chagall und Picasso bis zu Schmidt-Rottluff – gezeigt wird.