»Heimatliebe Sylt –
Plastikinsel nein Danke!«

Wie auch schon in den vergangenen Jahren starten die Sylter Werkstätten gemeinsam mit der Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V., der Gemeinde List und den Listlandeigentümern im Rahmen des Projekts »Heimatliebe Sylt – Plastikinsel nein Danke!« das neue Jahr mit einer Reinigungsaktion im Naturschutzgebiet auf dem Ellenbogen. Die Aktion im Naturschutzgebiet Sylt Nord auf dem Lister Ellenbogen findet bereits zum vierten Mal am Sonnabend, den 19. Januar, von 10 bis 13 Uhr statt. Los gehts vom Parkplatz der Kitesurfer/Übergang 10 ins Naturschutzgebiet. Müllsäcke, Greifzangen und Handschuhe werden gestellt. Gerne können auch eigene Handschuhe und ein Spaten mitgebracht werden. Nach getaner Arbeit gibt es um 13 Uhr etwas Warmes zu essen und zu trinken. Dazu bitte Suppenteller, Löffel und Tasse mitbringen – auch hier soll kein weiterer Müll in Form von Plastikgefäßen und Pappbechern produzieret werden. 

Der Lister Sandhaken, auch Ellenbogen genannt und betreut durch die Söl’ring Foriining, besticht durch zahlreiche Besonderheiten. Die sich noch immer im Wachstum befindliche Fläche ist Wind und Wellen ausgesetzt. Seine Wildheit und Ursprünglichkeit ist Heimat für seltene Pflanzen- und Tierarten, die teilweise nur noch dort vorkommen und dadurch besonders schützenswert sind. Durch andauernde Sturmphasen in den Herbst- und Wintermonaten kommt es immer wieder zu hohen Wasserständen. Die Nordsee mäandriert dann tief in die Dünenlandschaft hinein, bis das Wasser schließlich zur Ruhe kommt. So wird auch alles Mitgebrachte aus der Nordsee an ungewöhnlichen Stellen abgelagert. Nach wie vor findet sich neben Algen, Pflanzenresten und Holzstücken auch viel anthropogener Müll. Der Plastikmüll stellt eine große Gefahr für die Umwelt dar – Natur, Mensch und Tier sind gefährdet. So soll auch 2019 wieder ein Zeichen gesetzt und mit der gemeinsamen Sammelaktion auf die lokale und globale Problematik hinweisen werden. 

Die Veranstalter hoffen auf viele Freiwillige, die  den Ellenbogen von Unrat befreien. Gleichzeitig bietet sich den Helfern die Gelegenheit, in dieser besonderen Landschaft unterwegs sein zu dürfen, was sonst nur den Schutzgebietsbetreuern gestattet ist.