Kampen Jazz by Till Brönner

Die Saxophonistin und Sängerin Candy Dulfer beendete den ersten Festivaltag mit einem Funk-Feuerwerk. (Foto: Michalke/KampenJazz)

Hochkarätiges Programm sorgte
für neuen Besucherrekord

Grandiose Musiker, begeisterte Zuschauer und glückliche Veranstalter – die vierte Auflage von Kampen Jazz by Till Brönner übertraf in diesem Jahr erneut die ohnehin hochgesteckten Erwartungen. An beiden Festivaltagen feierten insgesamt 11.000 Zuschauer eine rauschende Party am Strönwai und stellten damit einen neuen Besucherrekord auf. Während das Joey DeFrancesco Trio den Auftakt am Freitag mit virtuosem Modern Jazz einläutete, brannte die niederländische Saxophonistin und Sängerin Candy Dulfer anschließend ein Funk-Feuerwerk ab. Der zweite Konzertabend wurde am Sonnabend vom Frank Chastenier Trio eröffnet, das schnelle Swing-Titel, aber auch ruhige Balladen mit einfühlsamem Zusammenspiel präsentierte. Für das mitreißende Finale sorgte danach Al McKay’s Earth, Wind & Fire Experience. Knackige Bläsersätze, die treibende Gitarre von Bandleader Al McKay und Hits wie »September«, »Fantasy« oder »Sing a Song« verwandelten den Strönwai in Kampen in kürzester Zeit in einen Hexenkessel.
Das Schlusswort hatten der musikalische Leiter Till Brönner und Veranstalter Dariush Mizani, die den Sponsoren dankten, ohne die ein solch hochkarätiges musikalisches Programm bei freiem Eintritt nicht möglich wäre. Bei seinem Festival ließ es sich Till Brönner nicht nehmen, mit seiner Trompete in das musikalische Geschehen einzugreifen. Der mehrfache Echo-Preisträger jammte bei allen vier Topacts mit und begeisterte das Publikum mit brillanten Soli und seinem unverwechselbaren Ton. »Es ist ein tolles Gefühl, wenn man auf der Bühne sieht, wie begeistert dieses Publikum in Kampen mitgeht. Unsere Philosophie, verschiedene musikalische Genres bei einem Festival zu präsentieren, ist erneut voll aufgegangen. Die Leute wollen handgemachte Live-Musik hören und erleben, und das bieten wir ihnen auf einem ganz hohen Niveau«, zog Till Brönner ein überaus positives Fazit.