In Robert Habecks Buch geht es um die Frage »Warum unsere Demokratie
eine offene und vielfältige Sprache braucht«. (Foto: Dennis Williamson)

»Wer wir sein könnten«

»Wie wir sprechen, entscheidet darüber, wer wir sind – auch und gerade in der Politik.« Robert Habeck weiß, wovon er spricht, denn er war schon Schriftsteller, bevor er Parteivorsitzender bei Bündnis90/ Die Grünen wurde.

Klug und anschaulich geht der gebürtige Lübecker und zweifache Vater in seinem neuen Buch »Wer wir sein könnten« dem Zusammenhang von Sprache und Politik nach und erkundet dabei den Unterschied zwischen totalitärer und offener Kommunikation. Die fortschreitende Verrohung unserer Sprache ist dem Doktor der Philosophie ein Greul. Doch was passiert da eigentlich genau? Wo verläuft die Grenze zwischen konstruktivem demokratischem Streit und einer Sprache, die das Gespräch zerstört, die ausgrenzt, entmenschlicht? Mit viel Leidenschaft erinnert Robert Habeck in »Wer wir sein könnten« daran, dass die Frage, wie wir sprechen, entscheidend für die Gestaltungskraft unserer Demokratie ist. Sprache, so Habeck, macht nicht nur in der Politik den Unterschied. Er entwirft in seinem Buch eine Skizze, wie Politik Menschen in ihrer Verschiedenheit zusammenbringen kann. Am Donnerstag, den 8. August, um 20 Uhr, gibt er einen Einblick in sein Buch. 

Doch bevor Robert Habeck Gast in Kampen ist, beantwortet er am gleichen Tag von 17.15 bis 18.15 Uhr beim »Thing am Denghoog« in Wenningstedt Fragen zum neuen Programm der Grünen.