Roma e Toska und
die Freunde

Der neue Zeitgeist in der Mode

Roma e Toska, das Luxus Label aus Hamburg, ist ein Synonym für ausgefallene Mode – das wissen die meisten auf der Insel schon seit vielen Jahren. Die Trägerinnen der Röcke, Blusen, Mäntel und Blazer entdecken sich wieder in Hamburg, in Frankfurt, in München und jetzt sogar in Paris auf der Maison&Objekt, man winkt sich zu, ohne sich zu kennen, und weiß, man ist einfach ein kleines bisschen anders als die anderen, und das ist gut so in Zeiten der Gleichförmigkeit.

Die Designerin Birgit Gräfin Tyszkiewicz hat ihre ganz eigene Handschrift entwickelt, sie ist die Erzählerin unter den Modemacher mit Kollektionen wie »Eisbären im Sommer«, den Fabeln von Jean de La Fontaine oder der aktuellen Wasser-Trilogie mit den leuchtend blauen Motiven des Berliner Fotokünstlers Ulf Saupe, der holländischen Landschaftsmalerei und dem Savannen-Bild. Alles verweist auf ihre Vergangenheit als promovierte Kunsthistorikerin und zeigt gleichzeitig, dass Mode viel mehr sein kann, als nur die Klamotte an der Stange, nachhaltig und vielschichtig. Nie ist eine Bluse nur eine Bluse, sie schildert etwas aus der Kunst und aus dem Leben.

Da passt es nur zu gut, dass sich das Label der Zeitenwende mit Friday for Future anschließt. Die aktuelle Kollektion hat dafür die Tür geöffnet mit einem Thema, das uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten elementar beschäftigen wird: Wasser, das Zuviel und das Zuwenig davon. Am 20. September findet dazu der Vortrag des Abenteurers Christian Rommel statt, der wie kaum ein anderer indigene Völker auf der ganzen Welt besuchte, um nun davon zu erzählen, von den Begegnungen und den Bedrohungen dieser so sehr von der Natur abhängigen Menschen. Wer Zeit hat, macht dafür einen Abstecher nach Hamburg in die MILCHSTRASSE 11 in Hamburg-Pöseldorf, wo die Gräfin sich einen ganz besonderen Ort von Kunst, Mode, Lifestyle und Gesprächen geschaffen hat, eine »Antwort auf den Salon des 21. Jahrhunderts«, wie es eine Kundin einmal formulierte. Zeitenwende. Freitag, den 20. September, 19 Uhr.

Roma e Toska and Friends, so könnte über dem Label stehen: Christian Rommel, hier mit einem Vogelmenschen aus dem abgelegenen Alantika Mountains im Grenzgebiet zwischen Nigeria und Kamerun, besorgte für das Label eine Auswahl von altem nigerianischen Schmuck.

Zu den langjährigen Freunden zählt unbedingt die Münchnerin Suzanne Schwartz, die zusammen mit der ersten Schuhdesignerin von Jil Sander, Mia Jahn, Schuhe von ausgewählter Qualität produziert, mit einem subtilen modischen Statement, selbstverständlich, bequem, zeitlos. Ganz neu eingetroffen sind die Boots mit dem 

langen Schaft, der bis unter das Knie reicht, dem Oldschool Blockabsatz und diesem wunderschönsten, weichsten Kalbsnappaleder, das man sich vorstellen kann. Nicht zu vergessen die Farbe, das satte schimmernde Dunkelmokka Braun. »Yep, We need!« kann man da nur noch sagen.

Roma e Toska, seit nunmehr vier Jahren in dem alten Kapitänshaus in Kampen, zeigt einen ungewöhnlichen Mix von schönen Dingen, hinter denen Idealisten stehen, die sie gefertigt haben: die Schuhe, Cashmere-Schals, die Gürtel der Hamburger Designerin Monica von Bialy sowie der Schmuck aus Nigeria und von Yves Saint Laurent. Ein Mix, der nur eines im Sinn hat: Mode soll wieder mitten im Leben stehen.