Roma e Toska

Buy less! Nachhaltig Kaufen und Schenken.

Noch wenige Tage, dann haben wir den ersten Advent und die Vorweihnachtszeit beginnt. Es sollten Wochen sein, auf die wir uns freuen. Kerzenschein, Feuer im Kamin, wer hat, Gedanken an die Lieben und Vorfreude auf die Geschenke. Die Realität sieht fast immer anders aus. Der ersten Kommentare auf Weihnachten: Oh, nur nicht dran denken. – Ach, viel zu früh. – Wer hat schon Lust auf das alles. – Schade, ich finde Schenken schön, obwohl ich zugeben muss, dass ich manchmal auf den letzten Drücker erfinderisch sein muss, weil die Zeit mir davongelaufen ist, weil mir nicht das Richtige einfiel.

Nehmen wir uns mal die Grundregeln des Schenkens vor: 1. Es sollte etwas sein, dass zu dem anderen passt. Und nicht etwas, das man selbst vielleicht viel lieber hätte. 2. Es gilt mehr denn je: Weniger ist mehr. Schluss mit dem Wahn der Beliebigkeit, immer noch eins oben drauf. Nein, ein Geschenk muss reichen! 3. Es sollte »nachhaltig« sein, ein Wort, das im Moment ein wenig inflationär benutzt wird, aber ich will es in meinem Sinne erklären: Es sollte unter Umständen produziert sein, die menschenwürdig sind. Es sollte unsere Umwelt möglichst nicht unnötig belasten. Und es sollte langlebig sein, es sei denn, es ist zum sofortigen Genuss gedacht.

4. Es ist langweilig, wenn es allzu sehr dem täglichen Gebrauch unterworfen ist. Schwarze Socken eignen sich nicht wirklich zum Schenken, genauso wenig wie der Küchenbesen oder der Staubwischer, die neue Türklingel oder der Abgasfilter fürs Auto. 5. Und Bling-Bling aus der Abteilung »Nouveau Riche« ist ebenfalls nicht mehr angesagt, war es eigentlich nie. Also der vergoldete Schuhanzieher oder die Kroko-Türklinkenverkleidung ist einfach nur Bad Taste.

Der neue Online Shop: www.romaetoska.com

Wie entscheide ich mich also? Als Erstes bewundere ich alle, die einen schönen Adventskalender für die Familie basteln. Das bekomme ich nicht hin, zu viel um die Ohren, aber da ich gerne schreibe, bekommen meine beiden Töchter jeden Tag einen Brief in die Ferne, nach Paris und nach Toulouse, wo sie leben und studieren. Damit verbringe ich in den frühen Stunden meine Zeit und fühle mich ihnen nah.

Was würde ich als Geschenk kaufen: Das Travel-Set aus Cashmere, das wir in unseren Geschäften führen. Ich liebe es, wenn ich mit der Bahn reise und es abwechselnd tropisch und dann wieder polarkreisartig kalt wird. Dann kuschele ich mich in meine Cashmere-Decke und fühle mich elegant behütet.

Ein Seidentuch aus der neuen KopernikusKollektion würde ich verschenken, aus Seidenchiffon mit dem heliozentrischen Weltbild, in dem die Planeten um die Sonne kreisen. Es wärmt und kühlt, je nachdem wie die Temperaturen sind und vor allem, es schmeichelt unglaublich. Produziert wurde der Stoff exklusiv für Roma e Toska in Italien am Comer See und gefertigt wurde das Tuch (ca. 140 x 110 cm) in unserem Hamburger Atelier in der MILCHSTRASSE 11.

Was würde ich noch als Präsent auswählen? – Ach, wie könnte ich es vergessen: natürlich Schmuck, Diamonds, wenn auch nicht die Echten. Da halte ich es ganz wie mein großes Vorbild Yves Saint Laurent, der schrieb, dass er keinen Schmuck liebt, nur den falschen. Und dabei schufen er und eine Muse Loulou de La Falaise zusammen mit dem Atelier Goossens in Paris den schönsten Modeschmuck des 20. Jahrhunderts. Ich sammele die Stücke seit einigen Jahren, trage sie täglich und verkaufe sie an die Frauen, die wissen, wie man Akzente setzt, wie ein großer Armreif alles verändern kann, oder das manchmal nur ein paar Ohrringe reichen, um einen schön und extravagant aussehen zu lassen.

Und wenn mir gar nichts einfällt oder die Männer um mich herum schon ganz verzweifelt sind, dann flüstere ich ihnen zu, dass sie auch einen Gutschein kaufen können, der so schön verpackt wird, als wäre er das wirkliche Geschenk.

Alle Dinge können in unserem neuen Online-Shop gekauft werden oder in der MILCHSTRASSE 11 in Hamburg. Sylt bleibt noch geschlossen bis zum 23.12. Wer sich für dort etwas reservieren möchte, der ruft einfach an: 040/48096311. Und ich werde nicht müde, in den nächsten Wochen die einfühlsame, kreative Wunsch-Beraterin zu sein.

Birgit Gräfin Tyszkiewicz