Für die Befreiungsaktion an der Tinnumburg werden helfende Hände gesucht.

Im Einsatz für die Natur

Zwischen den Tinnumer Wiesen befindet sich die Tinnumburg, die von einem kleinen Prielstrom und der flachen Marsch umgeben ist. Ideal für einen Spaziergang über die Wiesen, vorbei an Kuh- und Pferdekoppeln, über den Holzsteg direkt zur Tinnumburg. Der Name mag verwunderlich sein, denn eine Burg, wie man sie normalerweise im Sprachgebrauch kennt, findet man hier jedoch nicht. Eigentlich ist sie vielmehr eine imposante kreisrunde Wallanlage mit einem acht Meter hohen Ringwall mit einem Durchmesser von 120 Metern inmitten der prächtigen Naturlandschaft – eine der ältesten Wallanlagen des Nordens. Zudem ist die Tinnumburg (auf Sölring: Borig) die am besten erhaltene der drei Sylter Burgen. Zahlreiche Ausgrabungen lassen unterschiedlichste Funktionen erahnen. Ursprünglich war sie vermutlich eine germanische Kultstätte, die den Bewohnern der Insel Sylt später im 9. und 10. Jahrhundert als Schutz vor den vordringenden Wikingern diente. Kunsthistoriker vermuten zudem, dass die Burg im Mittelalter um das 14. Jahrhundert als »Zwingburg« diente, wo die Bevölkerung die Abgaben an die dänische Obrigkeit entrichten musste. 

Auf Initiative des Ortsbeirats Tinnum, des Tinnumer Dorfvereins, Hegering Sylt, Sölring Foriining und der Naturschutzgemeinschaft Sylt werden helfende Hände für eine Befreiungsaktion gesucht. Tinnums Denkmal wächst mehr und mehr zu – und um das zu verhindern werden am Sonntag, den 16. Februar, ab 10 Uhr, Freiwillige benötigt. Wenige Tage vor der Biike soll die Tinnumburg von Sträuchern, Büschen und hohem Gras befreit werden. Handschuhe und Fällwerkzeuge bitte mitbringen. Im Anschluss gibt es eine warme Suppe, bitte um Teller und Löffel selbst kümmern.