Projekt »Bastian26« – das erste Mondholzhaus für Sylt

Ökologisch, nachhaltig
und einfach schön

»Wir verlassen alte Pfade und betreten den Raum neuer Möglichkeiten.« Mit diesen Worten begann Udo Kotzke vor einem Jahr seine Auftaktveranstaltung für die Mitwirkenden seines Traum-Projekts. Inzwischen hat es längst Fahrt aufgenommen, und so lud der Bauherr zur Präsentation des Projekts »Bastian26« ein; als »Wohnzimmer« diente das Foyer im Erlebniszentrum Naturgewalten. Der Pandemie geschuldet durften nicht alle Stühle belegt werden, 100 geladene Gäste bekamen die Möglichkeit, teilzunehmen.

Die Moderation des Abends übernahm Franca Storm, die sich als bekennende Waldorfschülerin sichtlich wohl in ihrer Rolle fühlte. »Wir wollen heute etwas ganz Besonderes vorstellen«, erklärte sie während der Begrüßung. »Und dies an einem besonderen Ort, in einer besonderen Zeit.«  »Fühlen Sie sich frei, das, was wir heute Abend vorstellen, nachzumachen«, fügte der Gastgeber Udo Kotzke hinzu. Denn neben der Vorstellung seines Bauvorhabens war eben dies sein Ansinnen an diesem Abend: Nachmacher zu gewinnen. »Wir bauen das vermutlich nachhaltigste Haus auf Sylt«, erklärte er, und die große Freude an der Sache war unverkennbar. Es wird ein Vollholzhaus, erstellt aus Mondholz. Letzteres wird bei abnehmendem Mond und bei Neumond gefällt und ist nachweislich extrem resistent gegen Insekten und Keime. Diesen und weitere Vorteile der geplanten Bauweise präsentierte Udo Kotzke in Form eines unterhaltsamen Video-Vortrags des Österreichers Erwin Thoma, dem Erfinder des Mondholzhauses. »Cradle zu Cradle« lautet sein Grundprinzip, was bedeutet: »Vom Ursprung zum Ursprung.«

»Es ist ein Kreislaufkonzept, alle Materialien sind langlebig und schadstofffrei, sie können auch nach jahrzehntelanger Nutzung wiederverwendet werden«, erklärt der Bauphysiker in seinem Vortrag und betont: »Wir planen für einen Zeitraum über mehrere Generationen! Massivholz ist wind- und wasserdicht, dennoch atmet es und reguliert die Luftfeuchte. Auf Kleb- und Dämmstoffe wird bei der Verarbeitung verzichtet, die Holzteile werden mittels spezieller Dübeltechnik mechanisch verbunden.«

Stefan Mojen, Generalunternehmer MOJEN Bauregie GmbH & Co. KG., erklärte den interessierten Gästen weitere Vorteile: »Die massive Holzhülle ist so ein guter Wärmespeicher, dass eine Heizung nicht notwendig wird. Trotzdem werden wir für alle Fälle eine Infraroterwärmung einbauen. Für Strom sorgt eine Photovoltaikanlage und zum Duschen dient ein innovatives Duschsystem, die OAS Kreislaufdusche.« Fast alles sei möglich, sogar ein Reetdach. »Wenn der Kunde mit individuellen Wünschen und Träumen zu uns kommt, ist er keineswegs auf dem Holzweg.«

Auch Feng-Shui, Baubiologie und Geomantie sind Themen, die in diesem Projekt zum Tragen kommen. »Man muss sich zunächst darauf einlassen, dass gewisse Dinge eine besondere Wirkung haben, auch wenn das nicht immer sichtbar ist«, betonte Feng Shui Berater Reinhold Andresen. Anschaulich erklärte er unter anderem die Wirkung der fünf Elemente des Feng Shui: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. »Es kommt ja nicht von ungefähr, dass wir, wenn wir uns super fühlen, sagen: Ich bin so richtig in meinem Element.«

»Anfangs war ich skeptisch«, gab Appartement-Vermieter Moritz Bals zu und erklärte schmunzelnd: »Einige Begriffe musste ich tatsächlich erst googeln. Doch je mehr man sich damit beschäftigt, desto überzeugender ist es.« »Auch für uns waren das neue Themen«, erklärte die führende Architektin Birte Welling-Volquardsen. »Es ist spannend, so hatten wir zum Beispiel viel weniger Sorge, wo wir Technik unterbringen. Sie ist ja in geringerem Umfang vorhanden, als wir es bislang kannten.« In ihrem Architekturbüro laufen alle Fäden zusammen und sie übernimmt auch die Innengestaltung der drei Wohneinheiten. In die Dauerwohnung zieht der Bauherr persönlich ein, die zwei Ferienwohnungen, eine davon nahezu barrierefrei, liegen in den Händen von Moritz Bals.

Nach einer kleinen Talkrunde am Ende gab Bauherr Udo Kotzke abschließend noch einen Hinweis auf die baubegleitende Homepage unter www.bastian26.de und meinte: »Ich bin sicher, dieses Haus wird auch andere tief berühren.«


Liebe Leser, liebe Freunde,

unsere Insel ist, bedingt durch die aktuellen Maßnahmen,
wieder in den Ruhezustand versetzt worden.
Für uns bedeutet das, dass wir die Produktion bis zum 16. Dezember einstellen werden.

Danach geht es aber wieder mit altem Schwung weiter,
denn Bewohner und Gäste sollen ja weiterhin informiert werden.

Bleibt uns also gewogen und bleibt gesund!

Euer Team von SyltLife