Kunsthaus Uerpmann

Karsten Meiwald und
seine nordischen Momente

Der Blick auf das Meer – wie könnte man Grenzen, Alltag und Gewohnheit besser hinter sich lassen als mit Aussichten und Stimmungen, die der Seele gut tun. Diese tollen Momente an nordischen Stränden, die durch den gekonnten Einsatz von Licht und Schatten leben sowie Wolken- und Wassermalerei auf höchstem Niveau zeigen, sind im Kunsthaus Uerpmann in der Bismarckstraße 3 in Westerland zu finden. Die Rede ist von Karsten Meiwald – ein Künstler, dem der Ausdruck in seinen Werken auf einzigartige Weise gelingt und mit ihnen die Sylt-Sehnsucht stillt. Mit Ölfarbe auf Leinwand erschafft er Bilder, die oft mit Fotografien verwechselt werden. Mit filigranen und gekonnten Pinselstrichen arbeitet er jedes noch so kleine Detail aus. Mit seinen Bildern vermittelt er Lebensfreude, um die Sorgen des Alltags für einen kurzen Moment zu vergessen.

Karsten Meiwald, »Sylter Dünentraum«, 120 x 80 cm

Auch das hier gezeigte Werk »Peking« hat es dem Maler angetan. Der Viermaster wurde bis Februar 1911 in der Hamburger Werft Blohm & Voss gebaut und gehörte zu den technisch modernsten Segelschiffen auf den Weltmeeren. Die Peking war als Frachtschiff für den Transport von Chilesalpeter konzipiert. Im Ersten Weltkrieg wurde das Schiff in Valparaiso interniert und 1921 als Kompensation für Kriegsschäden an Italien übergeben. Zwei Jahre später wurde sie von einer deutschen Reederei zurückgekauft. Aufgrund der Folgen der Weltwirtschaftskrise wurde der Viermaster wieder verkauft und zum Schulschiff umgebaut. Nach Stationen in England und New York ist die Peking wieder zurück im Hamburger Hafen als Museumsschiff.