SYLT life Buch-Tipp

»Das Dünencafé« von Sina Beerwald

Die große Insel-Saga der Sylter Autorin Sina Beerwald geht in ihrem neuen Roman weiter: Willkommen in Moikens Strand-Café und im Berlin der glanzvollen 20er Jahre. Auf 528 Seiten gibt es ein Wiedersehen mit einigen liebgewonnenen Figuren, die im Roman »Die Strandvilla« auf Sylt um ihre Träume gekämpft haben.

Endlich ist der Erste Weltkrieg vorbei und Moiken steht vor einem scheinbar unüberwindbaren Berg an Aufgaben. Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten und unter dem Argwohn der Männer setzt Moiken alles daran, das Hotel »Strandvilla« und ihr geliebtes Café im Dünenpavillon auf Sylt wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Sie möchte die Gäste in ihrem Dünencafé mit Törtchen und Pralinen  verwöhnen. Der charismatische Wasserbauingenieur Adam von Baudissin ist fasziniert von ihr – und sie von ihm. Er ist auf die Insel gekommen, um allen Widrigkeiten zum Trotz ein Jahrhundertbauwerk zu errichten – den Hindenburgdamm. Teufelswerk für die Gegner, doch die Befürworter, zu denen auch Moiken gehört, versprechen sich großen wirtschaftlichen Aufschwung. Freunde werden zu Feinden und die Insel spaltet sich in zwei Lager. Moiken könnte glücklich sein – wären da nicht noch die Gefühle für ihre unerfüllte große Liebe Boy Lassen, und die Sorge um ihre Tochter Emma, die die Insel verlassen hat und zu Boy nach Berlin gegangen ist. Als Emma schwer erkrankt, eilt ihre Mutter in die brodelnde Metropole. Das Wiedersehen reißt jedoch alte Wunden auf: Wird Moiken Boy jemals ganz vergessen können?

Sina Beerwald hat erneut einen stimmungsvollen, dramatischen und hervorragend recherchierten historischen Roman zu Papier gebracht. Mit ihren authentischen Beschreibungen der einzelnen Geschehnisse und der fundierten Hintergrundinformationen ist es ein Leichtes, beim Lesen in die Zeit der 20er Jahre abzutauchen.