Tjen di Biiki ön +++ Saisonvorbereitung 2012 +++ Sturmfut 1962 +++ Petritag lockt nach Morsum
Sylt. (pre). Wenn am 21. Februar der große Holzstapel entzündet wird, strahlt uraltes friesisches Brauchtum weit in den Abendhimmel. Mit Pauken und Trompeten setzen sich die Fackelzüge zu den Biiken (Sylter Friesisch: Feuerzeichen) der Insel in Bewegung. Dort wartet man gespannt auf den Aufruf »Tjen di Biiki ön!« (Zündet die Biike an). An vielen Stellen auf der Insel, an mehr als 80 in ganz Nordfriesland, brennen dann wieder die Feuer, die Biiken. Eine uralte Tradition, bis zurück in heidnische Zeiten, sagenumwoben. Nach den Fackelzügen zu den Biike-Plätzen und nach den Ansprachen in deutscher und in friesischer Sprache werden die Feuer entzündet – und danach trifft man sich traditionell zum Grünkohlessen (Foto).
Die neue Saison steht vor der Tür. Die Vermieter sind dabei, alles perfekt herzurichten. Die kommende Zeit werden die privaten und gewerblichen Vermieter – aber auch Haus- und Wohnungseigentümer – sorgfältig nutzen, um ihre Objekte für die kommende Saison fit zu machen. Die Handwerker sehen bereit. Selbstverständlich zeigen die Handwerker der Fachfirmen der Umgebung nicht nur, wie stilvoll und schön die Räumlichkeiten aussehen können. Deshalb ist es in jedem Fall wichtig, sich spätestens jetzt um die entsprechende Termine zu kümmern. Der kluge Mann baut vor!
Wie kaum eine Naturkatastrophe der letzten hundert Jahren prägte sich die Sturmflut von 1962 in das kollektive Gedächtnis der auf Sylt lebenden Menschen ein. Mr. Sturmflut« Uwe Sönnichsen war dabei. Der Fotojournalist über die Situation in Westerland bzw. Sylt: »Bereits in den Tagen vor der Sturmflut hatte es heftig gestürmt. Um 20.30 Uhr, mittlerweile herrschte Windstärke zehn bis elf, wurde Katastrophenalarm ausgelöst.Am späten Abend waren aus den Strandübergängen reißende Flüsse geworden. Die braunen Massen ergossen sich in die Stadt. In Westerland wurde die Strandmauer unterspült, in der Promenade entstanden große Hohlräume. Steine und Geröll lagen wild auf dem Gehweg verstreut.
»Dit und Dat von Land und Watt« heißt es am Petritag im Muasem Hüs in Morsum. Ab 20 Uhr geht es rund an Karins Petritag-Bar: Lockere und informative Gespräche über Morsumer Angelegenheiten. Dazwischen Auftritte der Insel-Speeler, sowie auch Holli von der Küste mit seinem Akkordeon und das Duo »AhRosas« mit neuen und Liedern aus den 50er und 60er Jahren. Durchs Programm führt Alfred Bartling. Und wie immer ist am Petritag der Eintritt in Morsum frei! Früher gab es keinen Petritag, an dem nicht bevor der Tanz begann, ein friesisches Theaterstück aufgeführt wurde. Und ob im Sylter Hof oder im Morsum Kliff gefeiert wurde, jedesmal war der Saal bis auf dem letzten Platz besetzt. Viel Spaß!
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team von SYLT life












