Stürmische Tage auf Sylt
»Wir hätten mit mehr Einsätzen gerechnet«, so der Westerländer Wehrführer, Jörg Elias. Orkan »Friedhelm«, der am Wochenende mit Geschwindigkeiten über 120 km/h über die Insel Sylt hinwegfegte, hatte bisher nicht soviele Schäden angerichtet wie befürchtet worden war.
Zusammen mit seinen Feuerwehrkameraden wurde Elias beispielsweise in der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember lediglich zu etwa zehn Einsätzen gerufen. Die herumwehenden Planen am Baugerüst vom »Haus am Meer«, umgestürzte Weihnachtsbäume, abgeknickte Werbetafeln in der Fußgängerzone der Friedrichstraße, zerstörte Weihnachtsbeleuchtungen galt es zu begutachten, den Schaden zu minimieren und vorsorglich das Schlimmste zu verhindern.
Spaziergänger an der Kurpromenade in Westerland bekamen hautnah mit, wie gefährlich »Friedhelm« aber war. Hatte man es überhaupt geschafft, die Strandübergänge gegen den heftigen Wind zu überqueren, so wurde man nicht selten mit einer feuchten Dusche empfangen. Die Nordsee tobte derart, dass beispielsweise die Strandpromenade in Westerland schnell überschwemmt war.
Gefreut haben dürfte sich der Nachwuchs: für fast alle Pennäler hieß es »Schools out«. Die Behörden hatten schnell reagiert und den Schul-Besuch freigestellt. Zu gefährlich schienen die orkanartigen Böen, die am Sonnabend teilweise Windstärke 11 erreichten.
Kaum betroffen war der Eisenbahnverkehr. Verspätungen oder wetterbedingte Ausfälle gab es so gut wie gar nicht. Ganz anders sah die Situation im Schiffsverkehr aus, zahlreiche Fahrten der Syltfähre mussten abgesagt werden.













