Sylter Winterzauber
Sylt. Leichter Schneefall, um Null Grad: Der Winter hat am Donnerstagabend die Insel mit Puderzucker überzogen. Wer sich an dieser schönen verschneiten Idylle erfreuen will, ist hin und weg. Rein in den Schneesturm – und der Strand war fast verschwunden. Stattdessen schaute man in eine Schneelandschaft; es war, als habe Gerhard Richter persönlich die Priele und Sandbänke nach dem Prinzip der Unschärfe gemalt. Das Meer blieb unter dem Dunst verschwunden und es sah aus wie am Nordpol. Man hätte sich nicht gewundert, wenn noch ein paar Eisbären aufgetaucht wären. Doch statt Eisbär Knut kam Sandra und baute kleine Schneemänner, die es sich im Strandkorb bequem machen durften.Während Spaziergänger und Wanderfreunde dieses winterliche Wetter genossen und einige schöne Fotomotive entdecken konnten, hatten Autofahrer auf Glätte zu achten.Der Winter macht aus Sylt zumindest optisch wieder einen Teil des Festlandes. Auf der Fahrt über die knapp vierzig Kilometer lange, eingeschneite Insel die nächste Überraschung: alles, was Sylt ausmacht – nahezu alles verschwunden. Vollgeschneit. Sylt sieht aus, als sei es die direkte Verbindungsstraße zwischen Zugspitze und St. Anton. In Kampen versinkt man auf dem Weg zum Strand im Schnee, die verschneiten Dünen sehen hier aus wie ein Skigebiet ohne Menschen. Die höchste Erhebung auf Sylt, die Uwe-Düne, gibt mit fünfzig Metern Höhe einen guten Rodelhang ab. Gerodelt wird auch in Wenningstedt, rasante Abfahrt zum Strand, ein Riesenvergnügen für Kinder und Erwachsene.Die verschneite Winterinsel ist ideal als alternatives Wintersportgebiet, überall herrscht Ruhe. Das Wochenende begann noch kalt und neblig. Die Mutigen wagen sich erst, als die Sonne herauskommt, an den Strand und auf die Wanderwege. Einfach wunderbar: Denn die Sonne scheint seit Montagmorgen.Auch die Kaufleute haben sich auf den Winter eingestellt: Es gibt tolle Angebote für wärmende Jacken und Mäntel – und auch das richtige Schuhwerk sollte man denken ...














