Rathaus-Neubau in Westerland
Westerland. Die Sylter Verwaltung ist räumlich geteilt; ein Teil arbeitet am Bahnweg, der andere Teil am Standort historisches Rathaus. Beim Neubau eines zentralen Rathauses mit Nutzung des alten Rathauses geht die Firma KRUPS CONSULTANTS von einem Investitionsvolumen in Höhe von 9,6 Mio € aus. Gegenüber einer dezentralen Alternative hat dies den Vorteil, dass die Inselverwaltung in der Mitte des Hauptortes der Insel, in fünf Minuten Fußwegentfernung von Bahnhof und ZOB verbleibt. Gut erreichbar für die Bürger. Die Errichtung eines Neubaus in Form eines separaten Baukörpers in der Nähe des Rathauses wäre möglich, mit einer funktionale Gestaltung der Räumlichkeiten und einer energetisch zukunftsweisende Umsetzung des Raumprogramms. Aktueller Stand: Auf der gemeinsamen Sitzung von Finanz- und Bauausschuss am Montag wurde die Variante 3.2. (Nutzung des Rathauses und ein angrenzender Anbau) als Empfehlung ausgewählt. Ein separater Neubau am Hebbelweg führt dazu, dass die Verwaltung künftig zwar in zwei benachbarten Gebäuden untergebracht wäre, aber immer noch nicht unter einem Dach. Das führt zu Orientierungsproblemen bei den Kunden, zu einer deutlich aufwändigeren Erschließung. Die Variante Anbau eröffnet dagegen die Möglichkeit, die künftige Erschließung an die funktional und aus Kostensicht einzig richtige Stelle nämlich an die Nahtstelle zwischen historischem Rathaus und dem geplanten Neubau/Anbau zu legen. Für die Realisierung der Atriumlösung wäre es zwingend erforderlich, die in den Rathaushof ragenden Flachdachanbauten des Casinos abzubrechen. Ein Fortbestehen des Casinos wäre in diesem Fall nur noch mit stark reduzierten Flächen (= bestehende Flächen im Rathaus-Hauptgebäude incl. Arkade) möglich. Wenn darüber hinaus angestrebt wird, das Rathaus durch Schaffung eines Bürgerbüros, Einbeziehung der Bücherei und ggf. der Gestaltung einer Cafeteria stärker als bisher zu einem Bürgertreff zu entwickeln, ist darüber hinaus die Einbeziehung der nach Abbruch der Flachbauten noch verbleibenden Casino-Flächen im Rathaus-Hauptgebäude zwingend erforderlich. Diese Flächen sind zwar aufgrund der denkmalpflegerischen Auflagen und eingeschränkten Belichtungsverhältnisse für die Gestaltung von Büroflächen ungeeignet, nicht jedoch für die oben beschriebenen Nutzungen Bürgerbüro, Bücherei und ggf. Cafeteria. Der Dachboden des historischen Rathauses als Bürofläche birgt funktionale Nachteile, man könnte ihn als Option belassen. Der Dachbodenausbau würde auch eine energetische Optimierung für das gesamte Rathaus bedeuten. Wie kann es weitergehen? Es könnten bereits im Jahre 2012 Teilbereiche der durch die Feuerwehr genutzten Liegenschaften am Bahnweg abgerissen werden, die nach Fertigstellung der neuen Feuerwache dort ihren endgültigen Standort finden. Je länger sich die jetzige Situation am Bahnweg mit einer dezentralen Verwaltungseinrichtung hinzieht, desto länger sind entsprechende Zahlungen, deren Höhe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, an die BIMA zu leisten. Insbesondere auch unter diesem Gesichtspunkt sollte die geplante Zentralisierung der Verwaltung zügig in Angriff zu genommen werden. Die nach Abbruch der Casino-Flachdachbauten im Rathaushof verbleibenden Flächen des Casinos im Rathaus-Hauptgebäude sowie die Arkade werden entweder dem Casinobetrieb zum Verbleib angeboten oder es wird alternativ beschlossen die verbleibenden Casino-Flächen zur zusätzlichen Realisierung eines Bürgerbüros, der Bücherei und einer Cafeteria in die weitere Planung miteinzubeziehen.Am 8. März entscheidet der Gemeinderat; Baubeginn könnte dann 2013 sein.














