Galerie Rudolf zeigt Georges Braque

Der bedeutende französische Kubist

Der französische Maler und Grafiker Georges Braque (1882-1963) zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Nach Studien in Paris schloss sich Braque 1905-07 den Fauves an. Der Eindruck einer Cézanne-Ausstellung und die Begegnung mit Pablo Picasso führten Braque 1908 zur Facettierung der Formen, aus der Braque und Picasso gemeinsam den Kubismus entwickelten. Dabei gingen die Abkehr vom Figurenbild und die Konzentration auf das Stillleben wohl auf Braque zurück. Nach dem Krieg überführte Braque die kubistischen Mittel in eine »noble peinture«, die sich zunehmend von Formexperimenten entfernte, in den 1930er Jahren zum Neoklassizismus tendierte und sich der klassischen französischen Malkultur näherte. Braque war in vielen künstlerischen Bereichen tätig. Er schuf auch Kleinplastiken, grafische Zyklen, Bühnendekorationen, Glasfenster und Keramiken. Zu sehen sind in der Galerie Rudolf im Westerhörn 6, neben der »Kleinen Teestube«, weitere schöne Einzelstücke der Klassischen Moderne. Die Galerie ist von Dienstag bis Sonnabend von 11 bis 18 Uhr durchgehend geöffnet.