Roma e Toska

Die Wasser-Trilogie

Sylt erlebt gerade eine Wiederholung des Sommers mit Temperaturen, die im Juli zu erwarten gewesen wären und Sonnenuntergängen, wie sie früher die Dia-Abende füllten. Die Insel ist ein Traum und lässt uns schnell vergessen, wie andere unter der Hitze und ihren Folgen leiden. Das Hamburger Luxus Label Roma e Toska hat »Wasser« zum großen Thema für diesen Sommer und Frühherbst gemacht. Mit den Mitteln der Mode geht es erzählerisch zunächst um die Wasseroberflächen, inspiriert von den Fotografien des Berliner Künstlers Ulf Saupe und mit einem Blau, wie es nur das in der Sonne glitzernde Meer hervorbringt. Die Ausstellung »Waterscapes« ist noch bis Ende September in dem alten Kapitänshaus in Kampen zu sehen.

Als nächstes folgten die Motive aus der niederländischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts mit dem »Zuviel Wasser« und den milchigen Tönen des Nordens, einem sanften Himmelblau sowie einem kräftigen

Grün, wie der Blick über die Dünen zum Meer liefert. In dem zweiten Concept-Store von Roma e Toska, der MILCHSTRASSE 11 in Hamburg-Pöseldorf, wird diese Edition zusammen mit den Gemälden des Norddeutschen Malers Thomas Herbst (1848 – 1915) in Kooperation mit der Galerie Herold gezeigt.

Und nun schließt sich der dritte Teil der vielschichtigen Kollektion an: die Savanne mit der »Abwesenheit des Wasser«, dem Safari-Look aus Beige-Braun und Grün, dem abstrakten Muster der trockenen Landschaft, gedruckt in Oberitalien auf Seide und Futterstoffe, verarbeitet im Erzgebirge zu Blusen, Röcken, Blazern und Mänteln. »Es geht mir darum, mit den Mitteln der Mode eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur einen Trend beschreibt, sondern auch eine Relevanz in unserer Zeit besitzt. Wieweit man nachdenken möchte, ist jedem selbst überlassen. Eine Bluse bleibt eine Bluse, sie soll schmeicheln und zu einem geliebten Begleiter werden«, so Birgit Gräfin Tyszkiewicz, Designerin und promovierte Kunsthistorikerin, die über viele Jahre ihr Label mit einer international wiedererkennbaren Handschrift aufgebaut hat.

Zu der Kollektion addieren sich die Accessoires wie der Vintage-Schmuck von Yves Saint Laurent und nun – passend zum Thema der »Savanne« – der antike Schmuck aus Nigeria, mit einzigartigen über hundert Jahre alten Objekten, die sich wie selbstverständlich zur Mode addieren, um dort ihre eigene Geschichte weiterzu ezählen. Wichtiges weiteres Element sind die Schuhe von Taglia Scarpe, gefertigt in der Manufaktur, in der auch Louis Vuitton seine Modelle fertigt: Von ausgewählter Qualität, bequem und doch raffiniert, liefern sie ihren Beitrag zum Gesamtbild eines Outfits, das die Persönlichkeit seiner Trägerin unterstreicht, unaufgeregt, sophisticated, erzählerisch mit einem lässigen Chic, der in unsere Zeit gehört.