Galerie Rudolf zeigt Otto Dix

»Ich habe gemalt,
was ich gesehen habe«

Der international hochdotierte deutsche Maler und Graphiker Otto Dix (1891-1969) wird zu den bedeutenden Vertretern des Verismus der 1920er Jahre gezählt. Unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, an dem er als MG-Schütze teilnahm, schuf Dix Bilder und Graphiken, in denen er Krieg, politische und soziale Missstände, Ausbeutung und Entwürdigung des Menschen durch schonungslosen, das Abstoßende hervorhebenden Detailrealismus anprangerte. Durch seine Kriegserlebnisse sensibilisiert, malte er die an den Rand der Gesellschaft Gedrängten – Kriegskrüppel, Prostituierte, Bettler, deren Elend er dem vergnügungssüchtigen Bürgertum vorhielt.

Otto Dix (1891-1969), »Blondes Mädchen mit losen Blumen (am Tisch sitzend)«, Öl auf Hartfaserplatte 1948, 49,9 x 64,9 cm, signiert und datiert, WV Löffler 1948/20

1927 wurde Dix Professor an der Akademie in Dresden und 1933 entlassen und mit einem Ausstellungsverbot belegt. Seit 1936 lebte Dix zurückgezogen in Hemmenhofen am Bodensee. Der altmeisterlichen, peinlich genauen Lasurtechnik bediente er sich ebenso wie expressionistischer Gestaltungsmittel. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich einer pastosen Al-prima-Malerei zu, die sich in einer persönlichen Pinselschrift manifestiert und ihm eine spontane Unmittelbarkeit des Ausdrucks erlaubte. Dabei entstanden Landschaften, Arbeiten zu religiösen Themen und Porträts in einer wesentlich gemilderten Auffassung. Zu sehen sind in den großzügigen Räumen der Galerie Rudolf außerdem weitere schöne Einzelstücke der Klassischen Moderne. Perfekte Qualität, einwandfreie Echtheit und Vertrauen, kombiniert mit herausragender Fachkenntnis und einer persönlichen Beratung machen die Galerie seit 16 Jahren erfolgreich. Geöffnet ist von Montag bis Sonnabend von 11 bis 18 Uhr.