Roma e Toska

Ein Dialog von Mode, Kunst und Design.

Es regnet, es stürmt, dazwischen geht die Sonne rot auf und trübe wieder unten. Es ist Herbst, und das heißt auf der Insel, es sich gemütlich zu machen. Roma e Toska hat in dem alten Kapitänshaus in Kampen ein ganz besonderes Ambiente geschaffen mit Mode, Kunst und Möbeln aus der Zeit um 1800 bis zu dem Mid-Century Design. An den Wänden sind noch die Kacheln aus dem 17. Jahrhundert, als hier nur wenig Häuser wie dieses standen.

Überall hängt Kunst, echte Kunst, in Kooperation mit der Galerie Herold, und mit den Fotografien von Krzysztof Graf Tyszkiewicz. Die Stein-Gesichter der Friesenwälle entstanden während des Corona-Lockdowns in diesem Frühjahr. Sie erinnern an archäologische Fundstücke vorchristlicher Grabstätten. Sie stehen in einem Dialog mit der Recamière von Paola Lenti, den Unikat-Kissen und natürlich den verschiedenen Editionen der Designerin, Birgit Gräfin Tyszkiewicz. Die dazugehörige Ausstellung im Kaamp-Hüs ist soeben bis Ende November verlängert worden.

»Es ist mir wichtig, die Kunst mit der Mode und dem Lifestyle zusammen zu bringen. Erst in diesem Miteinander entsteht ein kreatives Ganzes. Als Kunsthistorikerin schöpfe ich aus dem Repertoire des Gesehenen.« Für die aktuelle Edition wählte sie die Abbildungen der Medusen und Einzeller des großen Naturforschers Ernst Haeckel (1834 – 1919), der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die ältesten Wesen der Welt studierte. Es gelang ihm, das Schöne in der Natur zu entdecken. Mit seinen Zeichnungen und »Kunstformen der Natur« beeinflusste er den gesamten Jugendstil.

Die Bildtafeln wurden zu den Vorlagen für die Stoffe, in Oberitalien bedruckt auf Seide, auf Baumwolle, auf Futter, das wie ein roter Faden die gesamte Edition durchzieht, zeitlos, erzählerisch und passend zu unser Welt, in der wir wieder auf die Suche gehen nach Inhalten und Lieblingsstücken. Die Fertigung der Modelle findet im Erzgebirge statt, Made in Germany bleibt ein deutliches Statement.

Gleich und gleich gesellt sich, und somit überrascht es nicht, dass das Geschäft gegenüber dem Dorfkrug in Kampen zu einer wahren Wunderkammer wird mit den Schuhen von Taglia Scarpe aus der Manufaktur in Venedig, den Pullovern der Italienerin Cristaseya, die ansonsten Hollywood beliefert, und dem Vintage-Schmuck von Yves Saint Laurent. Hinter allem steckt der Gedanke des Einzelstücks, das einen manchmal sogar ein Leben lang begleitet.

Und dann gibt es noch eine Neuigkeit: Roma e Toska wird wieder in Hamburg vertreten sein, nachdem im Frühjahr die MILCHSTRASSE 11 beendet wurde. Zusammen mit dem Galeristen Thomas Holthoff und seinem Tempel 1844 entsteht ab dem 15. Oktober für die nächsten Monate das Projekte POOLSTRASSE 12 in der Hamburger-Neustadt. Hier kann die promovierte Kunsthistorikerin und Designerin einmal mehr zeigen, dass es ihr um einen Dialog von Kunst, Mode und Lifestyle geht. Den Auftakt in der neuen Location macht Dr. Karen Michels mit dem Thema »Magische Räume, jüdisches Stadtleben«. Voranmeldung unter: info@romaetoska.de. Wer weitere Details erfahren möchte, der liest in dem Blog der Gräfin, die täglich darin schreibt, was sie so umtreibt in der Welt: www.blog.romaetoska.com


Liebe Leser, liebe Freunde,

unsere Insel ist, bedingt durch die aktuellen Maßnahmen,
wieder in den Ruhezustand versetzt worden.
Für uns bedeutet das, dass wir die Produktion bis zum 16. Dezember einstellen werden.

Danach geht es aber wieder mit altem Schwung weiter,
denn Bewohner und Gäste sollen ja weiterhin informiert werden.

Bleibt uns also gewogen und bleibt gesund!

Euer Team von SyltLife